Fürth:


Unter dem Motto „ Kapitalismus tötet mit Sicherheit“ demonstrierten am Vorabend zum 1.Mai ca. 300 Menschen in Fürth, um ihre Wut auf das kapitalistische System und die Forderung nach einem anderen System auf die Straße zu tragen. Zur Demo aufgerufen hatten die Antifaschistische Linke Fürth (ALF) und die Jugendantifa Fürth (JAF). Die Demo begann vor dem Gewerkschaftshaus und führte vorbei an dem Verein „Bicim Ozak“. Dieser arbeitet eng mit der Türkischen Föderation, also der Organisation türkischer Faschisten in Deutschland, zusammen. Die lautstarke und kämpferische Demo lief durch die Gustavstrasse und am Rathaus vorbei, und von dort wieder zurück zum Gewerkschaftshaus. Während der Demo gab es Redebeiträge mehrerer Gruppen zu verschiedenen Themen. Beispielsweise wurde anhand Atomkraft und Krieg gezeigt: Kapitalismus tötet!


Nürnberg:


In Nürnberg demonstrierten 2500 Menschen am 1. Mai unter dem Motto “Klassenkampf, Solidarität, soziale Revolution – Die Zukunft gehört uns!“ durch die Nürnberger Innenstadt und Gostenhof. Während der Auftaktkundgebung riefen die Redner_innen zum Kampf für eine solidarische Gesellschaft auf, in der nach den Bedürfnissen der Menschen produziert wird und nicht nach kapitalistischen Profitinteressen.
Für Empörung sorgte gleich zu Beginn die Polizei. Die Zugänge zum Auftaktort der revolutionären 1. Mai-Demonstration waren von Sondereinheiten der Polizei abgeriegelt worden und alle Teilnehmer_innen der Demonstration sollten kontrolliert werden. Dieses Verhalten der Polizei ist nicht hinnehmbar! Die Polizei sprach von selektiven Kontrollen, bei einer Selektionsrate von 100% kann jedoch hiervon keine Rede sein. Ebenso bedauerlich war, dass sich wieder Menschen in den Kontrollen brav angestellt haben, anstatt dagegen zu protestieren oder, wo möglich, einfach weiter zu gehen.
Beendet wurde die lautstarke revolutionäre 1.Mai-Demonstration am „Internationalistischen Straßenfest der autonomen Gruppen“ in der Müllnerstraße in Gostenhof. Dort feierten mehrere Tausend Menschen aus dem Stadtteil, und darüber hinaus, entspannt den revolutionären 1. Mai. Von der Stadt Nürnberg ursprünglich geplante, den offenen Charakter des Festes gefährdende, Auflagen konnten durch Gespräche im Vorfeld noch verhindert werden.